Tereza Boučková (24.5.1957)
geborene Kohoutova, Tochter vom Dramatiker und Schriftstellers Pavel Kohout und von Anna Kohoutova, Schwester des bildendes Künstlers Ondrej Kohout.
Ein Studium war ihr nach dem Abitur aus politischen Gründen verwehrt. Ihre Weiterbildung erreichte sie allein durch Privatstudien und durch die Teilnahme an Vorlesungen der. Sog.Hausuniversitäten.
1978 wirkte Tereza Boučková, gemeinsam mit ihrem Vater, Vlasta Chramostova und andere an solch einer Wohnungs-Inszenierung von Kohouts Bearbaitung des Macbeth (Play Macbeth) mit.
Sie arbeitete als Putzfrau und nach der Unterzeichnung der Charta 77 in verschiedenen Anstellungen als Packerin, Briefträgerin und Hauswartsfrau.
Ab 1988 widmete sie sich ihrer künstlerischen Arbeit. Ihr Erstlingswerk, der
Roman Indiánský běh (Indianerlauf) veröffentliche sie im Samizdat in der Edition Expedice (1988) und in dem Samizdat Kluturmagazinen Revolver Revue und Host (1989) und im 1990 bekam Jiří Orten Preis. Indianerlauf ist in Deutschland in Rowohlt Berlin 1993 erschienen.
Tereza Boučková hat auch andere Prosa Werke geschrieben Křepelice (Turteltaube) und Když milujete muže (Wenn Sie Einen Mann Lieben).
Sie ist auch Drehbuchautorin des Filmes Smradi (Fratzen). Die Premiere war im Herbst 2002 und der film bekam Höchstpreis für das beste Regie im International Film Festival in Istambul. Sie schrieb auch das Drehbuch des Filmes Zemský ráj to napohled (Dieses Land, so schön vor allen). Die Premiere ist jetzt, am 17.November 2009.
Ihre Theater Adaptation Federico Fellinis Filmes La strada (Silnice) ist seit Früjahr 2007 auch auf der Bühne.
An ihren ausgesprochen erfolgreichen ersten Roman Indianerlauf ein sehr persönlicher Triptychon, mit dem ihr eine prägnante Rekapitulation ihrer Kindheit und Reifezeit gelang, knüpfte sie im vergangenen Jahr 2008 mit Rok kohouta (Das Jahr des Hahns) an: ein Roman, der sich als Tagebuch gibt und ungeschminkt von den Sorgen und Leiden berichtet, die gegnwärtig Leben und Werk der Autorin von auf allen Seiten umstellen.
Ein neuer autobiographischer Roman Das Jahr des Hahns ist eine sehr aufrichtige Erzählung einer Frau, die ihr Leben nicht mehr im Griff hat und die nach einer neuen Lebenskraft sucht, wie sie Fuß fassen sollte. Die chinesische Astrologie kennt zwölf Tiereszeichen, im Zeichen des Hahns wurde vor 51 Jahren auch die Schriftstellerin geboren. Es sollte eigentlich eine Zeit gewesen sein, wo nach anfänglichen Schwierigkeiten des Vorjahres alles wieder besser sein sollte. Für Tereza Boučková war es aber nicht der Fall: Es war sehr schwierig in allen Richtungen: Zerfall der Familie, verschiedene Probleme und Krisen, auch die Midlife-Crisis… Das Jahr des Hahns ist ein Weg von der absoluten Aussichtslosigkeit bis zum befreienden Mut!
(Bis jetz 51 790 Bücher verkauft!)